Archiv für den Monat: Januar 2011

Löcher im Licht

Silvester 2010 war er zusammen mit dem international renommierten Konzertakkordeonisten Maik Hester und dem Schauspieler Klaus Weiss bemüht, Licht in „die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ zu bringen.

Nach der „Einsicht in den Tag, nach dem (nicht nur) im Leben von Raimund Gregorius nichts mehr sein sollte wie zuvor“ (Pascal Mercier) konnte ich ein Ticket für den „Nachtzug nach Lissabon“ (Pascal Mercier) lösen.

Euer alter (Finnland-) Schwede
Abgerundet wurde das Programm mit der Uraufführung der „Improvision im Stile Saties über zwei Motive von Beethoven“ von Ludwig Kaiser und der „Oblivion für Klavier und Akkordeon“ (Astor Piazolla).

Traditionsgemäß wurden zum Jahreswechsel wieder kulinarische Kleinigkeiten und ein Glas Sekt oder Orangensaft kredenzt, woraufhin „die eigentümliche melancholische Verzauberung“ (Kundera) noch lange anhielt.

Euer alter (Finnland-) Schwede

Neujahrszigarre

Bei meinen Besuchen in der Heimatstad Bochum bin ich immer wieder auf der Suche nach einer angenehmen Ambiente abseits des Mainstreams. So auch diesmal an Neujahr, wo die meisten Restaurants und Cafés sowie geschlossen sind.

Café PriveSo kam es, dass ich rein zufällig auf der Suche einer Adresse auf der unteren Kortumstraβe am Café Prive auf dem Nordring traf. Es war im wahrsten Sinne des Wortes der einzige Lichtblick in einer ansonsten düsteren Häuserfront. Ich konnte Aschenbecher auf den noch verlassen wirkenden Tischen entdecken. Grund genug für mich, einzutreten und meine Neujahrszigarre zu rauchen.

Das Ambiente war einladend schlicht (griechisch) und ich wurde schnell animiert, einen Glühwein nach griechischer Art zu kosten. Der süßlich schmeckende und mit Metaxxa durchsetzte Wein mit weiteren Zutaten, die mir allerdings nicht verraten wurden, schmeckte ausgezeichnet.

Das Lokal füllte sich allmählich; es war ja noch recht früher Nachmittag; und ich kam mit dem Wirt ins Gespräch. Zum Abschluss kam ich noch in den Genuss herrlichen griechischen Weihnachtsgebäcks mit den allerdings fast unaussprechlichen Namen Melomakarono und Kourabies.

Es wird sicher nicht der letzte Besuch im Café sein. Es ist das einfache Konzept, dass mich anspricht: Man kommt rein, setzt sich hin und fühlt sich wohl. Der richtige Ausgleich also zu dem ansonsten recht hektischen Alltags. Und bei Bedarf kann man im Obergeschoss auch ein wenig googeln oder auch ein paar Runden Tavli spielen. Der, der es kann.

Euer alter (Finnland-) Schwede